Jena in Europa

Gern begrüßt unsere Saalestadt Gäste und Freunde aus ganz Europa, die ihre Kulturen, Traditionen, ihr Wissen, Engagement oder einfach ihre pure Lebensfreude mit nach Jena bringen.

Auch auf umgekehrten Wege sind unsere Stadt, ihre Organisationen und Einrichtungen und natürlich die Jenaer Bürger stets bestrebt, auch einen Teil unserer kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Besonderheiten und Know-Hows in die europäische Union einfließen zu lassen. Dank zahlreicher Bündnisse, Kooperationen und gemeinsamen Projekten mit europäischen Ländern, Kommunen und Partnern im musikalischen, historischem oder wissenschaftlichen Kontext, wird ein Beitrag zu einem nachhaltigen, vielgestaltigen und reichen Europäischen Bund geleistet.

Auf dieser Seite können Sie sich einen Überblick verschaffen, wie und wo sich unser Jena in Europa präsentiert.

Der Europäische Verbund der Napoleonstädte ist eine Vereinigung europäischer Städte, deren Geschichte durch Napoleon Bonaparte geprägt wurde. Jena ist Gründungsmitglied und übernahm im Gründungsjahr 2004 die deutsche Vizepräsidentschaft.

Ziele & Aufgaben

Der Europäische Verbund der Napoleonstädte ist aus dem Wunsch verschiedener europäischer Städte entstanden, ihr gemeinsames historisches Erbe in einem europäischen Kontext darzustellen und den Austausch zwischen den Napoleonstädten zu fördern.

Die differenzierte und intensive Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte und dem Erbe Napoleons ist ein wichtiger Beitrag für die gemeinsame Kultur des Europäischen Volkes.

Die Aktivitäten des Städteverbunds konzentrieren sich auf die drei wichtigen Handlungsfelder:

  • Die Förderung des wissenschaftlichen Austausches zur Geschichte Napoleons durch Veranstaltungen, Tagungen und Seminare sowie durch gemeinsame Publikationen mit Universitäten, kulturellen Institutionen und geschichtsbezogenen Vereinen
  • Die Unterstützung beim Erhalt des kulturellen Erbes, u. a. durch die Restaurierung und Sanierung von Baudenkmalen, Denkmälern, Objekten, Kunstwerken und historischen Orten
  • Aktivitäten zur Auseinandersetzung mit dem napoleonischen Erbe in der breiten Öffentlichkeit durch Ausstellungen, künstlerische Veranstaltungen und Entdeckungsreisen, besonders werden der schulische und universitäre Austausch sowie der Tourismus gefördert

Napoleon in Jena

Der Verbund der Napoleonstädte, die Stadt Jena und das Zeiss-Planetarium Jena geben ab 2020 einen Einblick in das Stückchen Weltgeschichte, das sich 1806 bei der Schlacht zu Jena und Auerstedt vor unserer Haustür zutrug.

Die neue Vorstellung im Zeiss-Planetarium rund um Napoleons Einmarsch, wird in moderner Fulldomtechnik präsentiert und bietet einen Mix aus historischen Fakten und technologischen Spezialeffekten. Der Trailer für dieses Spektakel befindet sich weiter unten auf der Seite - reinschauen lohnt sich ! Das Zeiss-Planetarium bietet sich als Ausgungspunkt für eine Reise auf Napoleons Spuren in Jena an. Nicht weit entfernt befindet sich nordwestlich von Jena auf den Windknollen, der Napoleonstein und somit der Ausgangspunkt für die Schlacht von vor über 200 Jahren.

Auch in anderen Napoleonstädten sollen ähnliche Projekte in Kinos oder Planetarien verwirklicht werden, sodass Jena - wie so oft - als Vorreiter für moderne und kreative Innovationen dient.

Das Kooperationsnetzwerk der Europäischen Mittelstädte wurde am 22.09.1995 auf Initiative der Stadt St. Pölten gegründet. St. Pölten ist die Landeshauptstadt Niederösterreichs und hier befindet sich auch das Koordinationsbüro der Europäischen Mittelstädte.

Gründungsmitglieder waren neben St. Pölten, Innsbruck, Passau, Bozen, Maribor, Székesfehérvar, Ceske Budejovice, Trnava, Brno und unser Jena. Heute zählt das Netzwerk 34 Mitglieder aus 13 europäischen Ländern, wie beispielsweise Deutschland, Frankreich, Polen, die Slowakei, Ungarn oder auch Kroatien und Albanien.

Das Europäische Netzwerk der Mittelstädte ist ein lose organisierter Zusammenschluss europäischer Städte mittlerer Größe und vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas, dem internationalen Gemeindeverband und der internationalen Bürgermeisterunion. Bei den zweimal jährlich stattfindenden Arbeitstreffen, wird die interkommunale Zusammenarbeit der Städte gefördert und ausgebaut. Im April 2016 wurde bei der Tagung in St. Pölten beispielsweise über die Öffentlichkeitsarbeit der Städte und im Besonderen über deren Online-Auftritte diskutiert.

Der European Energy Award (EEA) ist ein europäisches Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren, welches eine prozessorientierte Energiepolitik in der Kommune ermöglicht. Es entstand aus dem Wunsch nach einem ganzheitlichen, umsetzungsaktiven Managementsystem für kommunale Energiearbeit. Heute sind mehr als 1.500 Städte in elf Ländern involviert, davon 329 in Deutschland. Über 780 Kommunen wurden bereits mit dem Energy Award ausgezeichnet.

Auch unser Jena nahm in den Jahren von 2005 bis 2017 am European Energy Award teil. Das Energieteam der Stadt erstellte während dieser Zeit Energiepolitische Arbeitsprogramme. Wichtigste Projekte waren der Ökostrom der Stadtwerke, die Jenaer Klimaanpassungsstrategie, die Kampagne "Schritt für Schritt", das Schulsanierungsprogramm, die Gründung der Bürgerenergiegenossenschaft "BürgerEnergie Jena eG", die Photovoltaik-Freiflächenanlage Illmnitz und die energieautarke Zentralkläranlage Jena. Die Stadt Jena erhielt für ihr Engagement im Klimaschutz die 3-fache Auszeichnung mit dem European Energy Award in Gold.

Im Jahr 2017 wurde der EEA-Prozess nach 12 Jahren beendet. Nun soll mit dem Projekt "Global Nachhaltige Kommune Thüringen" eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie im Kontext der 2030-Agenda entwickelt werden. Unterstützt und begleitet wird die Stadt Jena durch "Zukunftsfähiges Thüringen e. V.", den Träger des Projektes. Dabei wird auf die Organisationsstrukturen zurückgegriffen, die im EEA-Prozess entstanden sind.

Mehr Informationen zum European Energy Award, detaillierte Projektbeschreibungen oder Download-Dokumente finden Sie auf der "Schritt für Schritt – Für mehr Nachhaltigkeit" - Seite.

Das europäische Netzwerk von Symphonieorchestern "ONE - an Orchestra Network for Europe" wurde 2003 ins Leben gerufen.

Es dient dazu, durch den internationalen Austausch von Musikern, Künstlern und Dirigenten, den europäischen Gedanken zu fördern und mithilfe von Workshops und Austauschprojekten zwischen Schülern und Studenten, den interkulturellen Dialog anzuregen. Für junge Solisten gibt es zudem die „ONE® Young Artist Competitions“.

Seit 2005 erhält "ONE" Gelder der Europäischen Kommission in Brüssel, im Rahmen der europäischen Kultur- und Kreativprogramme.

Folgende Orchester sind aktuell Mitglieder des Netzwerkes:

Zwischen Juli 2015 und März 2019 werden von den Musikern gemeinsam etwa 40 Projekte realisiert. Eine Übersicht zu gelaufenen und zukünftigen Projekten mit Fotos und Videobeiträgen präsentiert die offizielle Seite des ONE orchestra networks.

Die Jenaer Philharmonie ist das einzig deutsche Mitglied des ONE Orchester Netzwerkes. Die Musiker spielten bereits in der Alten Oper Frankfurt, in der Kölner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin oder der Tonhalle Zürich. Auch in Frankreich, Italien, Polen, der Slowakei, Slowenien, Armenien oder China begeisterte die Jenaer Philharmonie bereits ihr Publikum.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat fördert das Orchester den internationalen Dirigentennachwuchs und bietet ein umfangreiches musikpädagogisches Programm an. Außerdem ist die Jenaer Philharmonie seit über 50 Jahren Partner der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. 

Das Projekt "Bürgerbeteiligung für EUROPA - Europawahl und die Zukunft Europas aktiv gestalten" wurde mit Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" gefördert. Der Verein Recht in Europa e.V. hat mit einer Veranstaltung im September 2019 und den Abschlussarbeiten das Projekt im Oktober 2019 abgeschlossen. Die Zusammenfassung aller Veranstaltungen und das entstandene Impulspapier können Sie unter 'Downloads' abrufen.

Veranstaltungsorte

1. Die erste Internationale Konferenz im Oktober 2018 wird in Mechelen durchgeführt. Da im Oktober '18 in Belgien Kommunalwahlen stattfinden, wird diese Veranstaltung in einem Klima der Selbstwirksamkeit durchgeführt. Sie wird von Veranstaltungen im Radio und auf der Straße (Befragungen) begleitet. Es werden Workshops in jeder Partnerstadt durchgeführt, dessen Inhalte in diese Konferenz einfließen.

2. Athen (die Wiege der Demokratie) steht durch die Einschnitte in die Lebenswelt der Bürger besonders für Euroskeptizismus. Deshalb wird dort im Mai '19 im Kulturzentrum die zweite Internationale Konferenz stattfinden. Auch diese Konferenz wird mit Workshops in allen Partnerstädten vorbereitet.

Die 3. Internationale Konferenz wird in Pleven auch direkt vor den Wahlen zum Europa-Parlament 2019 stattfinden. In dieser Ost-Europäische Partnerstadt wird besonders die jüngsten Erfahrungen mit Bürger- und Wahlbeteiligung thematisiert. Mit seinen begleitenden Veranstaltungen (Radiokampagne, Interviews und Aktionen auf den Straßen) wird WAHL zur Bildung einer europäischen Identität mit Respekt sowie kultureller und sprachlicher Vielfalt beitragen.

4. In Jena wird im September '19 (Internationaler Tag der Demokratie) die vierte Internationale Konferenz durchgeführt. Jena ist eine vor 40 Städten in Deutschland, die eine Vorreiterrolle übernehmen und Leitlinien für Bürgerbeteiligung aufstellte. Workshops in den Partnerstädten bereiten die Konferenz mit vor. Die Konferenz wird von Radio- und Straßenaktivitäten begleitet und ein Impulspapier für Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung verabschieden. Dieses wird über die Netzwerke aller Partner in Europa verbreitet und Anregungen für ein "Europa für und mit Bürgerinnen und Bürger" geben.

In den Orten Mechelen/Bonheiden, Athen, Pleven und Jena werden Öffentliche Begegnungsorte (wie z. B. die Ratsdiele Jena), die Straßen (für Interviews und Befragungen) als auch die Informationen und der Austausch über das Radio zur Umsetzung von WAHL beitragen.

Ziele

Mit WAHL werden die Entscheidungsprozesse auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene zur Diskussion gestellt. Das Wissen über Entscheidungen auf EU-Ebene und über unterschiedliche Formen von Bürgerbeteiligung wird verbessert. Bürgerbeteiligung ist ein Schlüsselfaktor für die Zukunftsfähigkeit Europas. Die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Werte, die Europa ausmachen, steht heute aktuell durch nationalistische Tendenzen und Populismus sowie aufkommende antisemitische Parolen bis hin zu hoffähigem Rassismus auf dem Spiel.

Umso bedeutender ist es, dass Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung von Demokratie einbezogen werden. Die Entwicklung und Bildung von nationaler und europäischer Identität sind Ziele von WAHL. Mit den vier internationalen Konferenzen in Mechelen, Pleven, Athen und Jena erhält WAHL sowohl eine transnationale wie lokale Dimension. Diese Konferenzen werden von Straßenaktivitäten, Bürgerbefragungen, Einbeziehung von Online-Aktivitäten und Radiokampagnen begleitet. Dadurch werden besonders auch Nichtwähler und Euroskeptiker angesprochen.

Die internationalen Konferenzen stellen einen interkulturellen Dialog dar. Sie machen kulturelle und sprachliche Vielfalt lebendig und tragen zu Toleranz, Verständnis und europäischer Identität bei. Sie widmen sich Themenschwerpunkten, die in jeder Partnerstadt besonders aktuell sind - wobei auf der einen Seite Kommunalwahl und insgesamt die bevorstehende Europa-Wahl im Fokus stehen. Die Internationalen Konferenzen werden Möglichkeiten für alle Bürger bieten sich auszudrücken, Vorstellungen und Wünsche vorzutragen. Die Debatten werden mit ihrer Öffentlichkeitswirkung Bürger dazu motivieren ihre Verantwortung durch Bürger- und bzw. Wahlbeteiligung wahrzunehmen.

In totalitären Regimen hatten Freiheit und Bürgerbeteiligung keinen Wert. Umso bedeutender ist der Austausch bei den Veranstaltungen in Ost-Europa. WAHL wird bei seinen Aktivitäten ein Zusammengehörigkeitsgefühl zur EU erreichen.

Projektpartner

Mehr Informationen zum Projekt, detaillierte Projektbeschreibungen oder Download-Dokumente finden Sie auf der "We Will Vote" - Projektseite.

Das Projekt "Bürgerbeteiligung für EUROPA - Europawahl und die Zukunft Europas aktiv gestalten" wird mit Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" gefördert. Der Verein Recht in Europa e. V. ist Koordinationspartner.

Zusammenfassung

Europas Geschichte hat einen wichtigen Meilenstein: Den Mauerfall am 9.11.1989. 30 Jahre danach sind Freiheit und Menschenrechte, Demokratie und Rechtsstaat nicht selbstverständlich. “Nur” 42 % der Bevölkerung in Thüringen halten die Demokratie für die beste Staatsform (Allenbach). MAUERN will deshalb mit seinen Aktivitäten Bürger aktiv beteiligen, ihre Enttäuschungen aufnehmen, ihre Skepsis gegenüber Europa hören und für Europa begeistern: mit jungen Bürgern in Schulen, mit Studierenden, mit Zeitzeugen von damals und mit Vertretern der Politik.

Durch die internationale Konferenzen in Jena, Granada (ES), Izola (SI) und Timisoara (RO) wird mehr Verständnis der Bürger für die EU und die unterschiedliche Geschichte ihrer Mitgliedsstaaten erreicht und versucht “Neue Mauern” abzubauen. In jeder Stadt werden die Aktivitäten und vor allem die Debatten unterschiedliche Akzente haben. In Jena wird der Ruck nach Rechts thematisiert, in Granada die Frage “Selbstständigkeit” einzelner Regionen und Staaten, in Izola die “NEUE MAUER” und Rassismus und in der Kulturhauptstadt Europas 2021 Timisoara steht in Rumänien die “Neue Mauer” Korruption an.

Bürger erhalten durch Essay-Workshops die Fähigkeit ihre “Mauern” zu benennen und ihre “Visionen” von ihrem Europa zu verfassen (innovative Methode). Die Erlebnis-Installation mit ihren vielfältigen Aktivitäten bietet auf öffentlichen Plätzen Zeitzeugen-Gesprächen und Bürger-Dialog mit den Bürgermeistern. Die Montags-Demos machen auch heute Mut sich aktiv an Europa zu beteiligen.

In den Konferenzen werden die Themen Populismus, Rassismus und Fremdenhass debattiert. Es geht um die Gestaltung der Zukunft Europas. Junge Bürger (über Schulen) bereiten diese Debatten vor und leiten sie aktiv. In totalitären Regimen hatte Demokratie und Freiheit keinen Wert. Umso wichtiger ist der Austausch bei MAUERN in Ost-Europa. MAUERN wird bei seinen Aktivitäten den Interkulturellen Dialog führen. Ein Impulspapier wird die Bürgerwünsche für die Politiker zusammenfassen.

Veranstaltungen

  • 05.11.2019 bis 08.11.2019 in Jena (siehe Flyer unter Downloads)
  • 29.04. bis 03.05.2020 in Granada

Projektpartner

Mehr Informationen zum Projekt, detaillierte Projektbeschreibungen oder Download-Dokumente finden Sie auf der "Neue Mauern überwinden" - Projektseite.

Napoleon in Jena - Trailer